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Waschtischarmaturen und Spültischarmaturen in Niederdruck-Ausführung

Wer schon in unserem oder anderen Armaturen-Katalogen geblättert hat, ist sicherlich schon über den Begriff Niederdruck gestoßen, vor allem bei Spültischarmaturen und Waschtischarmaturen.

Aber was genau sind Niederdruck-Armaturen eigentlich?


Am besten lässt sich das über ihren Verwendungszweck erklären:
Während normale Armaturen (also "Druck-Armaturen") direkt mit den Anschlüssen der Wasserleitung verbunden werden, setzt man Spültischarmaturen und Waschtischbatterien in Niederdruckausführung ausschließlich in Verbindung mit Warmwasserspeichern ein; in der Regel mit Untertischgeräten. Gelegentlich bezeichnet man diese Speicher auch als "Boiler"; dieser Begriff ist heute aber ebenso ungebräuchlich wie "Wasserkrahn" - eine regionale Bezeichnung für den guten, alten "Wasserhahn" in einigen Gebieten Deutschlands.

Was ist nun so besonders an diesen Warmwasserspeichern, dass man eine spezielle Armatur dafür benötigt?
Ganz einfach - da er Wasser speichert, ist es nicht nötig, dass er permanent am vollen Druck der Wasserleitung (meist etwa 3-6 Bar) angeschlossen ist. Tatsächlich ist der Speicher dafür gar nicht ausgelegt: Er würde platzen, auslaufen - und so einen Wasserschaden verursachen. Genau das verhindert eine Niederdruckarmatur!


Machen wir es zum besseren Verständnis einmal bewusst falsch:

Wie man sieht, kommt man ohne Bastelei mit einer normalen Armatur nicht zurande: Der Wasseranschluß (1) müsste über ein T- oder Y-Stück auf den Speicher und die Armatur verteilt werden, um (zumindest theoretisch!) eine Wassermischung zu ermöglichen.
Bei dieser Version würde aber genau das passieren, was - wie oben erklärt - nicht passieren darf: Der Warmwasserspeicher wäre permanent mit der Leitung verbunden und dem vollen Druck ausgesetzt - ein Defekt auf Dauer unvermeidlich.


So ist es richtig:

Die Niederdruck-Versionen von Küchenarmaturen und Waschtischarmaturen haben 3 statt der üblichen 2 Anschlüsse. Das Kaltwasser von Anschluß (1) wird über die Mischvorrichtung der Armatur verteilt: Dabei läuft immer nur genau so viel Wasser über den Anschluß (2) in den Speicher nach, wie gleichzeitig warmes Wasser über Anschluß (3) entnommen wird - dadurch herrscht innerhalb des Gerätes so gut wie kein Wasserdruck; deshalb bezeichnet man die Geräte auch als drucklose Warmwasserspeicher.


Warum tropfen Niederdruck Spültisch- und Waschtisch-Armaturen??

Auch dafür gibt es einen einfachen Grund: Der Warmwasseranschluß (3) ist immer geöffnet - das erwärmte Wasser wird einfach durch das über (2) einströmende Kaltwasser aus dem Speicher gepresst. Ist die Armatur "geschlossen", läuft kein Wasser in das Gerät und logischerweise auch kein warmes Wasser aus dem Hahn.
Aber Leitung (3) hat eine weitere, wichtige Funktion: Sie führt den durch das Erhitzen des Wassers entstandenen Wasserdampf ab! Würde sie das nicht tun, könnte der aufgestaute Dampfdruck ebenfalls den Behälter des Speichers zum bersten bringen.
Die Tropfen, die man bei Niederdruckarmaturen deshalb häufig sieht, sind also keine Folge eines "undichten" oder gar defekten Wasserhahns - es handelt sich einfach nur um Kondenswasser, das entsteht, weil sich der Dampf aus dem Speichergerät im kalten Metall der Armatur niederschlägt.

Sie sehen: Wenn man's weiß, ist alles ganz einfach!

Ihr Team von Armaturen-Versand24.de

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